Der hungrige Jaguarfahrer

Ein abgeschlossener Roman nach einer wahren Begebenheit

 

Da saß ich nun in meinem französischen Mittelklassewagen und wartete an der Ampel, dass es endlich grün werden würde.

Um mir die Zeit zu vertreiben, beoabachtete ich  das Geschehen um mich herum. Nichts besonderes zu entdecken, außer: Mir gegenüber stand ein schwarzer Jaguar neuerer Bauart samt einem Mann in den fünfzigern mit Halbglatze plus (vielleicht) seiner Frau.

Die beiden interessierten mich nicht weiter, mehr das englische Automobil. Während ich darüber sinnierte, ob mir so ein Wagen auch stehen würde und ich zu dem Entschluss kam, dass es schon einer aus den 50er oder 60er Jahren sein müsste, begann der Mann sich in der Nase zu bohren.

Herrlich! Er bohrte wahrlich orgiastisch. Selbst als es grün wurde bohrte er noch. Dank des Automatikgetriebes musste er nicht einmal beim Anfahren den Finger aus der Nase nehmen. - Vielleicht sollte ich mir doch als nächstes einen Wagen mit Automatik kaufen?!

Und dann geschah das Wunderbare. - Als wir etwa auf gleicher Höhe waren, holte er ein Prachtstück von Popel aus seiner Nase. Er betrachtete es kurz und steckte es in den Mund.